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HERMANN HESSE UNTERM RAD

Hans Giebenrath gilt als ein äußerst begabtes Kind und wird so als einziger Schüler der Stadt zum „Landexamen“ geschickt. Aufgrund seiner Begabung soll er nach bestandenem Landesexamen als Stipendiat ein theologisches Seminar und im Anschluss das Tübinger Stift absolvieren. Von Vater und Lehrer zu übersteigertem Ehrgeiz angestiftet, gestaltet sich das Leben des Jungen als ununterbrochenes „Lernen“; Freizeit und Muße kennt der „vergeistigte“ Hans nicht; Jugendfreunde, Naturbegeisterung und Gesundheit hat er längst der „Streberei“ geopfert. Nur der fromme Schuhmachermeister Flaig weiß um die Seele des Knaben und versucht, seinen krampfhaften Ehrgeiz zu dämpfen. Während des mehrtägigen Landesexamens in Stuttgart steht Hans unter enormem äußeren und inneren Druck, er ist einem Nervenzusammenbruch nahe und kann seine Leistungen nicht mehr richtig einschätzen. Gequält von dem Gefühl, versagt zu haben und von der Vorstellung einer „gewöhnlichen“ Lehre als Alternative zum Stipendium, flüchtet sich Hans für eine kurze Zeit in die Natur seiner Kindheit. Gelähmt von Überraschungen und Freude erfährt er von seinem Rektor, dass er das Landesexamen als Zweiter bestanden hat. Zur Belohnung darf er nun in den sieben langen Ferienwochen die Schulbücher beiseite legen und seinem alten Hobby des Angelns nachgehen.
Während Hans seine „freie“ Woche vor den Sommerferien in der Natur verbringt, genießt er hochmütig das Gefühl, die Klassenkameraden überboten zu haben. Doch kann er nicht lange die verträumten Tage der Freizeit genießen, denn Stadtpfarrer, Rektor und Mathematikprofessor haben im Hinblick auf das bald beginnende Studium andere Pläne mit Hans: Sie wollen ihn bereits während der Ferien in Wortschatz und Grammatik des Hebräischen, in Sprache, Dialekt und Prosodie Homers sowie in die höhere Mathematik einführen. Somit verbringt Hans seine Ferientage mit geistiger Arbeit; jede Stunde Freizeit erzeugt ihm ein „schlechtes Gewissen“. Bevor Hans sein Stipendium beginnt, leidet er häufiger unter starken Kopfschmerzen. Nur der Meister Flaig erkennt den schwachen körperlichen Zustand des Jungen und warnt ihn beim Abschied vor zu viel Ehrgeiz.
Hans trifft mit seinem Vater im Zisterzienserkloster Maulbronn ein, wo er sich zunächst gut in die vierzigköpfige „Auswahl aus der Jugend des Landes“ einordnet. Mit neun weiteren Knaben wird Hans der Stube „Hellas“ zugeteilt. Es bilden sich Freundschaften und Antipathien, nur Hans bleibt lange alleine. Schüchternheit und Ehrgeiz – denn auch hier erstrebt er, zu den Besten zu gehören – grenzen ihn von den Kameraden ab. Erst mit der Zeit wird ein Stubengenosse und ebenfalls Außenseiter, Hermann Heilner, sein Freund. Heilner ist ein eigenwilliger und aufsässiger Jüngling, der seine ganze Umgebung zu verachten scheint. Er gilt als Schwärmer und Dichter und nimmt, im Gegensatz zu Hans, das Seminaristenleben nicht ernst. Die neuen Freunde verbringen viel Zeit miteinander, in der sie leidenschaftlich Dichtung deklamieren. Obwohl Hans Arbeitsstunden opfern muss, ist er froh, einen Freund gefunden zu haben. Die Erzieher jedoch sehen die Verbindung zwischen dem „leichtsinnigen“ Hermann und dem „gewissenhaften“ Hans ungern und versuchen, diese zu unterbinden. Es gelingt, als Hermann eine schwere Karzerstrafe erhält und Hans sich zwischen Freundespflicht und Ehrgeiz für seine Seminarkarriere entscheidet. In der Weihnachtzeit verlässt Hans das Kloster und kehrt zu seinem stolzen Vater heim, der ihn mit zahlreichen Geschenken für seinen Eifer belohnt. Über seine häufigen Kopfschmerzen tröstet ihn der Stadtpfarrer hinweg.
Eines Tages im Januar erfahren die Schüler der Stube Hellas während eines Seminars, dass ihr Stubengenosse Hindinger, der unsichtbare Sohn eines Schneidermeisters aus dem Allgäu, im Weiher ertrunken ist. Schockiert von der plötzlichen Konfrontation mit dem Tod, erkennt Hans sein Fehlverhalten Hermann gegenüber und er bemüht sich um eine Versöhnung. Während der wochenlangen Trennung der Freunde, haben sich beide verändert; Hans ist „zärtlicher“, „schwärmerischer“ geworden, während Hermann ein „kraftvolleres, männlicheres Wesen“ angenommen hat. Je mehr Hans nach dem Erlebnis der Vergänglichkeit allen Seins an dem Freunde hängt, desto fremder wird ihm die Schule. Das innige Glücksgefühl ersetzt seinen Ehrgeiz und die Lehrer sehen mit Schrecken den bisher tadellosen Schüler Giebenrath zu einem Problemfall werden. Der Ephorus lässt Hans zu einem Gespräch antreten, in dem er den Jungen zu seinem ehemaligen Eifer anzutreiben versucht. Hans berichtet von häufigem Kopfweh und Konzentrationsschwäche und fügt sich dem Willen des Ephorus nicht, seine Freundschaft zu Hermann zu beenden. Mit der Zeit verschlechtert sich Giebenraths Zustand. Die Lehrer führen dies auf geringe Nervenprobleme und seinen Leistungsabfall auf die Freundschaft zu Heilner zurück. Als Heilner erneut wegen eines Ordnungverstoßes eine Karzerstrafe auferlegt wird, flüchtet er aus dem Kloster. Als Folge wird er „in Schande“ entlassen; die Freunde haben nur die Möglichkeit, sich durch einen Händedruck zu verabschieden.
6.6.08 23:14
 


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